In der Hallensaison 2014/2015 schaffte die Damenmannschaft des SV Tannheim mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Obwohl die Vorbereitung 2015/2016 aufgrund der Belegung der Halle nicht optimal gestaltet werden konnte, lieferten sich die Damen des SVT während der Runde spannende Duelle.

Mit viel Teamgeist und Kampfwillen konnte das Ziel 2015/2016 – der Klassenerhalt – erreicht  werden! Und nicht nur das – mit 10:22 Punkten leisteten die Mädels mit dem 6. Platz in der Tabelle auch ein respektables Ergebnis. Am 13. November 2016 geht es wieder los und in Dennach, Calw und Vaihingen/Enz wird die Hallenrunde angepfiffen. Damit werden die Karten auch in der ersten Liga neu gemischt – wie wird sich der SVT verkaufen? Ein Versuch eines kleinen Überblicks:

Als amtierender Deutscher Hallen-Meister steht der TSV Dennach an der Spitze der Liga Süd. Mit Sonja Pfrommer, den Schwestern Anna-Lisa und Annkathrin Aldinger sowie Sophia Scheidt wurden 2016 vier Mädels in die Damen-Nationalmannschaft berufen. Stephanie Dannecker vom TSV Calw hat ebenso für Deutschland geschlagen. Und nachdem beide Teams auch auf der Deutschen Meisterschaft im Feld 2016 gegeneinander um Platz 3 gekämpft haben, werden Sie mit Sicherheit auf den oberen Tabellenplätzen der Bundesliga Süd einzuordnen sein. Wer genau es auf die DM schafft, und ob Vaihingen/Enz und Landshut bei der Jagd nach der DM-Teilnahme ein Wörtchen mitzureden haben, wird sich spätestens bei der am 04.& 05.März 2017 (DM) in Stammheim zeigen.

Die Damen vom TV Vaihingen/Enz starten die kommende Hallenrunde ebenfalls mit altbekannten Gesichtern. Die ehemalige Nationalspielerin Marie-Theres Rothmaier wird für den TVV auch in der kommenden Saison eine wichtige Rolle spielen.

Die Auswärtsspieltage in Landshut werden dank dem Hauptsponsor „Chocolat“ versüßt. Dennoch stellen die Damen der TG Landshut im Spiel eher eine kernige Angelegenheit dar. Die vergangenen Spieltage gegen die TG waren daher eher wenig erfreulich. Seit einigen Jahren werden die Landshuterinnen im Angriff von Olga Blehm (ehemals ATS Kulmbach) erfolgreich unterstützt. Werden die kommenden Spiele für die Tannheimer Mädels eine süße oder saure Überraschung?

Vermutlich großes Interesse an der Einordnung im Mittelfeld werden die Damen des TSV Gärtringen haben. Die Mädels sind langjährig miteinander eingespielt und als versierte Mannschaft bekannt. In der vergangenen Saison mussten sie sich nur aufgrund des Satzverhältnisses knapp hinter dem SVT auf Platz 7 einordnen. Vorstand Franzi Kohler trainiert dort unter der Woche mit. Ob sie die Tricks der Gärtringer erfahren kann?

Der TV Unterhaugstett lief in der Feldsaison 2016 mit einer jungen Mannschaft auf. Wie sich diese in der 1. Bundesliga darstellen wird, wird sich zeigen. In der vergangenen Saison musste sich Unterhaugstett mit 8:24 Punkten mit Platz 8 zufrieden geben. Diese Platzierung werden Sie in der kommenden Saison sicherlich verbessern wollen.

Mit dem TV Eibach und dem TV Segnitz kommen keine unbekannten Mannschaften als Neuaufsteiger in die 1. Bundesliga Süd:

Mit der wohl jüngsten Mannschaft gehen die Aufsteigerinnen des TV Eibach an den Start. Nahezu alle Teammitglieder sind noch für die Jugend spielberechtigt. Die Nachwuchsnationalspielerin Svenja Schröder feierte im Feld ihr Oberhaus-Debüt. Dass der TV Eibach eine Mannschaft der Zukunft formen will, haben die Mädels bereits unter Beweis gestellt. Aus der erfolgreichen Jugend und den erfahrenen Spielerinnen soll eine harmonische Truppe entstehen, die neben dem Zusammenwachsen vielleicht auch mehr als nur den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga Süd erreichen will.

Die Aufstiegsspiele mit dem TV Segnitz in der Feldsaison im August 2016 sind sicherlich auch vielen Tannheimer Fans bitter in Erinnerung geblieben. Neben versierten Schlagfrauen hat die Mannschaft auch gute und ausdauernde Hintermänner – und mit Uli Lauck einen Trainer, der sie beständig und unerbittlich antreibt. Wo sich die Unterfränkinnen in der Tabelle einordnen, wird sich zeigen. Sicherlich zielen sie darauf ab, den Klassenerhalt möglichst schnell in trockene Tücher zu bringen.

Und das wollen die Mädels des SVT natürlich auch: Kathi Hammer agiert bereits seit drei Jahren als Spielertrainerin für den SV Tannheim. Neben viel Bundesligaerfahrung bringt sie ihr gesamtes technisches und sportwissenschaftliches Wissen beim Training ein. Bezüglich Ausdauer- und Krafteinheiten wird sie von Klara Mahle unterstützt. Sarah Reisch, Klara Mahle, Sabrina Schütz, Barbara Maucher und Franziska Kohler sind langjährig und blind aufeinander eingespielt und haben schon gemeinsam einen u14-DM-Titel eingefahren. Unterstützt werden die Ur-Tannheimerinnen von Simone Hummel (Augsburg) und Lena Mertz (Friedrichshafen). Nachdem Lena im Sommer für Faustball-Nachwuchs sorgte, wird sie die Mannschaft nach Möglichkeit in der Halle wieder auf dem Spielfeld und nicht nur von der Seitenlinie aus unterstützen. Alisa Huber, Elena Harrer und Theresa Imhof aus der Jugendmannshaft haben bereits letzte Saison ihr Debüt im Oberhaus gegeben. Die Spielerinnen aus der eigenen Jugend werden die Mannschaft auch in der Halle vermehrt unterstützen. Bei Vorbereitungsturnieren in Gärtringen und Grafenau und ggf. auch einem Trainingslager wollen die Mädels testen, wie gut sie in Form sind. Denn das Ziel der Damen lautet auch zum zweiten Mal in der ersten Bundesliga ganz klar: Klassenerhalt!